Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch

Aber auch Sie sollten das Vorstellungsgespräch nutzen, um über Ihren zukünftigen Arbeitgeber, Ihre Arbeitsstelle und Ihre Arbeitsbedingungen mehr zu erfahren. Wenn Sie diese Informationen im Gesprächsverlauf nicht von Ihren Gesprächspartnern erhalten, dann stellen Sie selbst auch entsprechende Fragen.

Jede Firma ist anders und sucht ihre Mitarbeiter nach anderen Schwerpunkten aus. Ein festes Muster, wie ein solches Gespräch abläuft, gibt es daher nicht. Aber ein Vorstellungsgespräch kann man aktiv gestalten und lenken und dadurch einen guten Eindruck hinterlassen.

Ein paar Regeln gibt es aber trotzdem:

  • Achten Sie auf gepflegtes Äußeres.
  • Seien Sie pünktlich.
  • Bereiten Sie sich gut vor.
  • Seien Sie ehrlich, interessiert und authentisch.

Was brauchen Sie an Unterlagen?

Neben den Bewerbungsunterlagen brauchen Sie eigentlich nicht mehr, als Sie sonst dabei haben. Es kann immer mal ein Zug ausfallen oder Sie stehen im Stau. Selbst wenn Sie genug Zeit für den Weg eingeplant haben, kann es sein, dass Sie sich verspäten und die Firma informieren müssen.

Wir empfehlen folgendes mitzunehmen:

  • Eine Kopie ihrer Bewerbung
  • Einladungsbrief zum Vorstellungsgespräch
  • funktionierendes Handy (Akku und eventuell Geldkarte aufgeladen, Handy vor dem Gespräch ausschalten!)
  • Wegbeschreibung und/oder Stadtplan
  • Notizblock und Stift
  • Arbeitsproben
  • Notizen über Fragen, die Sie selbst noch haben

Vorbereitung auf das Gespräch

Schauen Sie sich das Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle an und überlegen Sie, was Sie, angesprochen auf die einzelnen Punkte, zu sagen hätten. Außerdem sollten Sie sich auf folgende Fragen vorbereiten:

Bewerbungsmotive

  • Eigene Persönlichkeit/Selbsteinschätzung
  • Einstellung zur Arbeit, Leistungsbereitschaft
  • Fachliche Schwerpunkte
  • Ziele und Erwartungen

Informationen zur Firma

Informieren Sie sich vorab über das Unternehmen anhand folgender Fragen:

  • Welche Ziele verfolgt die Firma?
  • Wann wurde die Firma gegründet?
  • Welches sind die bekanntesten Produkte/Dienstleistungen?
  • Wie viel Umsatz und Mitarbeiter hat das Unternehmen?

Kommt eine entsprechende Frage, auf die Sie eine entsprechende Antwort haben, so zeigt dies, dass Sie sich gut vorbereitet haben und das wird einen positiven Eindruck hinterlassen.

Schwachstellen, z.B. im Lebenslauf

Bereiten Sie sich gut auf Fragen zu den Schwachstellen in Ihrer Bewerbung (Lücken im Lebenslauf, schlechtes Zeugnis) vor und legen Sie sich eine vorformulierte Antwort parat. Wenn Sie eine akzeptable, nachvollziehbare Erklärung dafür haben, können Sie solche “heiklen” Themen auch durchaus selbst ansprechen und damit zeigen, dass Sie nichts zu verbergen haben.

Ablauf des Gesprächs

Ihr Gesprächspartner wird Sie begrüßen, sich selbst kurz vorstellen und Ihnen den weiteren Verlauf des Vorstellungsgesprächs vorschlagen.  Meistens wird damit begonnen, dass sich die Firma kurz vorstellt und etwas zur besetzenden Stelle gesagt wird. Dann sind Sie an der Reihe. Stellen Sie sich vor und fassen Ihren bisherigen Berufsweg und Lebenslauf kurz zusammen. Danach werden Ihnen Fragen zu Ihren Unterlagen gestellt, gegebenenfalls fachliche Fragen und Fragen zu Ihrer Person.

Gesprächspartner

Lassen Sie sich dadurch nicht einschüchtern, wenn Sie mehreren Personen gegenübersitzen. Meist wird eine Person das Gespräch leiten. Fragen können ihnen von allen Personen gestellt werden. Schauen Sie während des Gesprächs alle Personen im Raum immer wieder einmal an, aber halten Sie mit der Person, die ihnen gerade eine Frage stellt, den Blickkontakt. Bei ihrer Antwort können Sie ihren Blick wieder von einer Person zur anderen wandern lassen.

Fragen im Vorstellungsgespräch

Kinderbetreuung

Sind Sie eine Frau mit Familie und Kindern, dann wundern oder ärgern Sie sich nicht, wenn man von Ihnen wissen möchte, wie die Betreuung der Kinder in den Ferien oder bei Krankheit, geregelt ist. Einem Mann an gleicher Stelle würde eine solche Frage zwar nicht gestellt werden, jedoch ist es eben heutzutage immer noch so, dass in unserer Gesellschaft in einer Partnerschaft die Frauen die Betreuung der Kinder übernehmen. Am besten ist es, auf diese Frage vorbereitet zu sein und sich die Antwort überlegt zu haben.

Gesundheitszustand und Schwangerschaft

Erkundigt sich der Personalbeauftragte nach Ihrem Gesundheitszustand, so antworten Sie auch hier wahrheitsgemäß. Alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die die zukünftige Tätigkeit der neuen Arbeitsstelle bedrohen, sind anzugeben. Die Frage nach einer Schwangerschaft darf nicht gestellt werden. Diese Frage muss deshalb nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Bundeswehr- oder Zivildienst

Informationen zu Bundeswehr- oder Zivildienst dürfen nur unter bestimmten Bedingungen erfragt werden. Sollte es sich um eine befristete zukünftige Tätigkeit handeln, ist diese Frage erlaubt.

Ihre eigenen Fragen

Folgende Fragen könnten Sie zu ihrem zukünftigen Arbeitsplatz stellen:

  • Warum wurde die Stelle ausgeschrieben?
  • Welche Aufgaben habe ich zu erledigen?
  • Wie sieht die Einarbeitung aus?
  • Wer wird mein neuer Vorgesetzter sein und kann ich ihn kennen lernen?
  • Könnte ich meinen neuen Arbeitsplatz schon einmal sehen?

Ihre Körpersprache

Man geht davon aus, dass mit Worten nur ca. 35% der Informationen bei einem Gespräch vermittelt werden. Viel einprägsamer ist ihre Körpersprache. Im Alltag wird Sie ganz unterschwellig vom Gesprächspartner wahrgenommen. Bei Vorstellungsgesprächen wird aber verstärkt auf die ausgesendeten körpersprachlichen Signale geachtet.

Ihre Körpersprache ist für eine etwas geschulte Person wie ein Lügendetektor:

  • Sie sagen mit Worten, dass sie sehr an dem Unternehmen interessiert sind, gleichzeitig lehnen sie sich aber mit dem Oberkörper zurück, was mehr ein Zeichen von Distanz ist.
  • Sie beschreiben sich als offen, kommunikationsfreudig, auf die Leute zugehend, also ein richtiges Verkaufsgenie, gleichzeitig sitzen sie aber mit krummen Rücken, in sich zusammengesunken auf dem Stuhl.

Blickkontakt

Bitte seien Sie entspannt beim Vorstellungsgespräch. Ein leichtes Lächeln hilft Ihnen dabei. Ein fehlender Blickkontakt lässt auf Ängstlichkeit, persönliche oder fachliche Unsicherheit schließen. Blicke am Gesprächspartner vorbei gelten als Zeichen von Ablehnung und Desinteresse.

Aussprache und Stimme

Achten sie auf eine deutliche und bestimmte Aussprache. Eine leise, zögernde oder kippende Stimme wirkt unsicher, nervös und ängstlich. Zu schnelles Sprechen führt zu Undeutlichkeit und überfordert oft den Zuhörer.

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